6/I Les jumeaux de l’enfer
Am nächsten Morgen betrat Hilde Schermutzki wie gewohnt ihre Klasse an der "St. George High School", um Deutschunterricht zu geben. Doch an diesen Tag folgten ihr noch zwei junge Mädchen, die ungefähr 16 Jahre alt sein mussten und somit perfekt in die Klasse passten. Eine der beiden trug eine blaue Latzhose, eine Zahnspange und eine Hornbrille und hatte ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Auf ihrer Stirn befand sich ein ganz arg hässlicher Pony. Die andere trug einen kurzen Minirock, ein bauchfreies Top und grelle Schminke. Dazu leckte sie aufreizend an einem roten Lutscher. "Das sind Emba und Sära van de Driesche," stellte Hilde die beiden der Klasse vor, "die beiden sind erst vor kurzem aus Kleinkleckersdorf in den Niederlanden nach Melody Ville gezogen, sprechen aber trotzdem hervorragend Englisch. Jaja, die gute europäische Erziehung, nicht wahr?" Hilde tätschelte Sära über den Kopf, die mit einem schiefen Grinsen nickte. "Schieb ab, olle Schlampe." Emba schubste Hilde zur Seite und bahnte sich ihren Weg durch das Klassenzimmer bis in die letzte Reihe, wo noch zwei Plätze frei waren. Unterwegs musste sie die vielen gierigen Hände von den Jungs zur Seite drücken, die sie alle betatschen wollten. So kam es dazu, dass einige der Jungs ein blaues Auge verpasst bekamen. "Wir fahren jetzt mit dem Unterricht fort," ächzte Hilde und stützte sich mit einer Hand auf dem Pult ab. "Schlagt bitte alle eure bunte Fibel auf Seite 3 auf. Wir lernen heute den Buchstaben A." "Wir haben das Scheiß Buch nicht!" beschwerte sich Emba und zog von hinten an dem Stuhl von Graaz, so dass diese mit einem Schrei nach hinten kippte und sich den Kopf an der Tischkante aufschlug. Das Buch, was Graaz in den Händen hielt, flog durch die Luft und Emba fing es mit einem breiten Grinsen auf.
Starring
Morgan Brittany as Hillery Carpenter (credit only)
Lisa Rinna as Carrie Carpenter (credit only)
Melissa McCarthy as Dana Beseburgh
Steven Culp as Ben Delany (credit only)
James Hyde as Hank Bennett
Juliett Mills as Tabatha Lopez
Juliett Mills as Tabitha Bennett
Nicholle Tom as Graaz Lopez
Thad Luckinbill as Resse Lomax (credit only)
Kelli McCarthy as Lena Lacroix
Jesse Metcalfe as Luis Figaro
Keshia Knight-Pulliam as Bambina Knirsh
Jan Hoag as Murgy Muschka
Cassidy Rae as Valery Bennett
Guest Starring
Sandra Bernhard as Marjorie Lydy
Jessica Biel as Emba van de Driesche
Alexis Bledel as Sära van de Driesche
Chea Courtney as L’Ange
Tyne Daly as Hilde Schermutzki
Kathleen Noone als Nurse Edna
"Ach Valery, da ist ja so nett, dass du das Catering für die Party machst," freute sich Tabatha, als Valery mit einem Blech in die Küche von Tabathas Haus kam. Auf dem Blech befanden sich kleine undefinierbare Kugeln. "Das mache ich doch gerne," nickte Valery und stellte das Blech auf den Küchentisch. "Und... äh... was ist das?" Tabatha zeigte mit einem angewiderten Blick auf die Kugeln. "Das sind All You Can Eat-Kugeln, der neueste Renner aus New York. Man kann so viele Kugeln essen wie man will und wird trotzdem nicht satt. Cool, oder?" antwortete Valery. "Man kann sie auch nach Belieben mit Mayonaise oder Ketchup essen." "Interessant, ich bin schon mal gespannt, wie es ankommen wird. Wenn es wirklich der letzte Schrei ist, bin ich ja ein richtiger Trendsetter. Das wird meiner sozialen Stellung in Melody Ville bestimmt einige Pluspunkte verschaffen," befand Tabatha und kümmerte sich um ihr Essen, das sie auf dem Herd stehen hatte. "Und was gibt es sonst noch Schönes zu essen heute?" wollte Valery wissen und schnüffelte herum. "Als Vorspeise gibt es Gurke surprise, danach serviere ich Hühnerpampe mit Kleie, das koche ich grad hier." Tabatha öffnete den Deckel des großen Topfes, in dem ein zäher Brei vor sich hin blubberte. "Sieht lecker aus," meinte Valery und schaute gierig in den Topf. "Und als Nachtisch wollte Hank noch eine Kirschwälder Schwarztorte besorgen." "Na dann kann ja gar nichts mehr schiefgehen." Valery umarmte ihre Tante und knabberte neckisch an ihrem Ohrläppchen.
"Willst du auch mal kosten? Ich habe das Dressing selbst gemacht," bot Graaz Bambina ihren Salat an, den sie aus einer schmutzigen Plastikschale auf dem Schulhof zu sich nahm. Da sie kein Besteck hatte, musste sie wohl oder übel mit den Händen essen. Das schmierige Dressing wischte sie sich an ihrer Kittelschürze ab, die sie normalerweise nur anzog, wenn sie in die Kirche ging. Aber heute war der Geburtstag ihrer Mutter, also wollte sie sich auch mal in der Schule etwas festlicher anziehen. "Guten Tag!" rief Emba van de Driesche, die sich mit ihrer Schwester Sära der Gruppe um Graaz und Luis näherte, die wie gewöhnlich unter einem Baum auf dem Schulhof standen und doof durch die Gegend glotzen. "Guten Tag, guten Tag, hihihi!" lachte sich Sära krank und war dadurch so unachtsam, dass sie über ein weggeworfenes Taschentuch stolperte und auf den harten Asphalt fiel. Sofort fing sie an zu knatschen und wie ein Tier zu schreien. "Kümmert euch nicht um sie, sie hat öfters solche kleinen Ausraster," lächelte Emba und drehte Sära demonstrativ den Rücken zu. "Na, was geht ab in Melody Ville? Gibt es hier bizarre Fressorgien oder spielt ihr um Mitternacht im Wald Gespenster, so mit Bettlaken und so was?" erkundigte sich Emba mit froher Erwartung. "Nein. Aber ich gehe jeden Sonntag in den Kindergottesdienst," antwortete Graaz stolz und warf ihr Haar mit einem erhobenen Blick in den Nacken. "Warum seid ihr eigentlich nach Melody Ville gezogen?" wollte Luis wissen und biss in seinen Finger, weil er sein Pausenbrot vergessen hatte. "Weil wir endlich aus der Nervenheilanstalt entlassen wurden, nachdem wir unsere Eltern umgebracht haben. Sonst noch Fragen?" Emba lächelte diabolisch und auch Sära konnte sich ein Grinsen abringen.
Als Schwester Edna im "Melody Medical Center" die schmutzige Bettwäsche von Hillery Carpenter entsorgen wollte, bemerkte sie ein Kratzen und Schreien in einem der Schränke. Als sie ihn aufschloss, befand sich darin Marjorie Lydy, die gefesselt und geknebelt war. "Oh, wie ich diese bizarren Sex-Spielchen in Krankenhäusern hasse," schüttelte Edna den Kopf und nahm Marjorie die Fesseln ab. "Wo sind sie? Helfen Sie mir!" kreischte Marjorie und flatterte wie ein aufgeschrecktes Huhn durch das Zimmer. "Ich hole schon mal das Valium," meinte Edna hinter vorgehaltener Hand zu sich selbst und wollte weggehen. "Halt, das habe ich gehört!" zischte Marjorie und zog Edna an den Haaren. "Sind Sie bescheuert? Was machen Sie überhaupt hier, Sie haben hier doch absolut nichts zu suchen!" schrie Edna und trat Marjorie mit einem gezielten Tritt in den Magen. "Sie Arschziege! Machen Sie das bloß nie wieder! Sie können gefeuert werden, ja, wissen Sie das eigentlich, was das für Sie für Folgen haben kann?!" brüllte Marjorie. "Ich will meine Schmerztabletten! Geben Sie sie mir, jetzt, hier, immer!" Mit bloßen Fäusten prügelte Marjorie Lydy auf die Krankenschwester sein. "Aber, aber, wer wir denn gleich so übermütig sein? Ich werde mal schauen, ob ich die Männer mit den weißen Kitteln irgendwo erspähen kann..." "Hasch mich, ich bin der Wind," flötete Marjorie engelsgleich und schwebte leichtfüßig in Richtung Fenster. "Passen Sie auf, nicht dass Sie aus dem Fenster fallen... halt!!" schrie Edna hysterisch, doch es war schon zu spät: Marjorie, die vollkommen auf Drogen war, dachte sie wäre ein Vogel und hatte sich aus dem Fenster gestürzt.
"Vermisst du Murmel und Pumpel nicht auch manchmal?" fragte Sära Emba auch dem Nachhauseweg von der Schule. "Ich habe dir schon tausend Mal gesagt, nimm diese Wörter nie wieder in den Mund!" schrie Emba und gab ihrer Schwester eine saftige Ohrfeige. "Sie sind tot, sie waren es, und sie werden es auch immer bleiben, hast du mich verstanden?! Und jetzt geh weiter, und vergiss nicht, immer einen Fuß vor den anderen setzen und nicht beide gleichzeitig, ja?" "Das ist aber so schwer zu merken," maulte Sära und versuchte Embas Tempo mitzuhalten. "Und wenn wir zu Hause sind, machst du meine Hausaufgaben, räumst die Wohnung auf und bügelst danach meine Unterwäsche. Und heute Abend gehts wieder auf große Tour," erklärte Emba ihrer Schwester den Plan für den heutigen Tag. "Und was krieg ich dafür?" "Die Puhbär-Socken, die du dir schon so lange gewünscht hast. Na, ist das ein Angebot?" "Oh jaaa," klatschte Sära vergnügt in die Hände und steckte sich ein Bonbon in den Mund. "Hmmm Vogelbeere, mein Lieblingsgeschmack." "Hmmm da bekomme ich doch glatt Hunger auf Lobster mit Vanillesauce und Zimtstreuseln," leckte sich Emba die Lippen, während beide in die Einfahrt zu ihrem Haus einbogen. "Ich glaube, ich koche mir gleich was. Und jetzt spuck endlich das Bonbon aus, ich habe dir schon tausend Mal gesagt, vor dem Essen sollst du nix Süßes mehr essen! Tja, Pech gehabt, jetzt kriegst du nichts ab, verhunger doch!" Emba bekam einen kleinen Tobsuchtsanfall und lief dann ins Bad, um sich zu übergeben.
"Das Essen ist wirklich vorzüglich," meinte Hank, während er seine Portion Hühnerpampe löffelte. Die Geburtstagsparty war in vollem Gange und fast alle Gäste, die Tabatha eingeladen hatte, waren erschienen. So saßen also das Geburtstagskind Tabatha, ihre Schwester Tabitha, ihre Tochter Graaz, deren Ehemann Hank, der gleichzeitig auch der Lover von Tabatha und Tabitha war und Tabithas Tochter Valery an dem reichlich gedeckten Tisch in Tabathas Küche. "Schade, dass Carrie und Dana nicht kommen konnte," schluchzte Tabatha und trocknete sich ihre Tränen. "Die arme Carrie wurde doch erst gestern operiert. Sie hatte zu viel Wasser in der Lunge und deshalb mussten sie ihr die Lunge amputieren," erklärte Valery den Anwesenden. "Soweit ich weiß, wurde sie fast von ihrer eigenen Schwester ertränkt." "Nein, wie furchtbar, von der eigenen Schwester. Wie gut, dass wir uns so gut verstehen, nicht wahr Tabitha?" Tabatha schaute zu ihrer Zwillingsschwester hinüber, die gut sichtbar ihr Messer wetze und Tabatha finster anblickte. "Wo bleiben denn die Geschenke?" quengelte Graaz und kippelte mit ihrem Stuhl. "Hör auf zu kippeln, nachher fällst du noch um und schlägst dir den Kopf auf," warnte Tabatha ihre Tochter. "Ach, das ist doch nichts Besonderes, das ist mir erst heute Morgen in der Schule passiert. Den Seinen gibts der Herr im Schlaf," antwortete Graaz und nahm noch einen Löffel Kleie zu sich.
"Guten Abend, meine Damen und Herren zum Finale von 'Melody Ville Talent Search'!" begrüßte L’Ange das Publikum an diesem Abend erneut. "Leider hatten wir gestern Abend einen kleinen Unfall, weshalb wir die endgültige Entscheidung auf heute Abend verlegen mussten. Den Auftritt von Murgy Muschka haben Sie bereits gestern gesehen, heute wird uns Lena Lacroix ihren Song zum Besten geben. Und bitte begrüßen Sie mit mir Lena!" Die Menge applaudierte, als Lena Lacroix aus der Zauberkugel am Bühnenende kam. Rauchschwaden vernebelten den Zuschauern die Sicht und als sie verflogen waren, stand Lena in einem brustfreien Oberteil und einer viel zu kurzen Jeans vor dem Mikrophon. "Ich werde dann jetzt mal anfangen, ne?" fragte Lena das Publikum und schaute erwartungsvoll in die Menge. Als keine Reaktion kam und sie alle nur mit genervten Gesichtern anschauten, begann sie zu singen. "Lala lalalalala lalalala lalalalalaa, du di du dö bam bam du di daaaa....," krächzte sie in das Mikrophon und das Publikum konnte sich vor Begeisterung nicht mehr auf den Stühlen halten. Alle Leute standen auf und tanzten zu Lenas Gesang. Nach ihrer Darbietung hörte das Publikum gar nicht mehr auf zu klatschen. "Danke danke danke, ihr seid zu freundlich!" verbeugte sich Lena merhmals und wurde schließlich von L’Ange zur Seite geschubst. "Weg da, jetzt komm ich," zischte L’Ange und grinste breit in die Kamera. "Und jetzt das Ergebnis. Ich mache es kurz und schmerzhaft. Über 20 Leute haben angerufen und sich für ihren Lieblingskandidaten entschieden. Und die Siegerin von 'Melody Ville Talent Search' ist.... mit 0,1 Prozent Vorsprung.... Lena Lacroix!" "Juchu! Ich habe gewonnen!" Lena hüpfte auf einem Bein auf der Bühne und verteilte Handküsse an das Publikum. "Sooo haaben wirrr nischt geweetet!" schrie Murgy und kam auf Lena zugestürmt. "Aber liebste Murgy, ich habe doch gewonnen, umarme mich!" rief Lena verzückt, doch statt einer Umarmung setzte es für Lena eine gewaltige Tracht Prügel. Inzwischen begann L’Ange den Titelsong der Sendung zu singen. "Lampenfieber weg, der Puls geht ganz normal, und auch für alle Penner und Sucker hier im Saal, die Show ist nun zu Ende, und ihr ward richtig gut, denn zu so nem Auftritt gehört ne Menge Mut... Heute gab es voll die Action bei der tollen 'Talent Search', Penner kommen ganz groß raus bei der tollen 'Talent Search', alle waren Sieger, auch wenn einer nur gewinnen kann, hallo, aber hallo, hier kommt jeder der was kann, auch dran!"
Es war stockdüster in Melody Ville, als Emba in ihrem Catwoman-Outfit durch die Straßen lief. Es war auch nur deshalb so düster, weil es in der Stadt keine Straßenlaternen gab. Das war nämlich viel zu teuer. "Wo soll ich jetzt hingehen?" verständigte sich Emba per Headset mit ihrer Schwester Sära, die zu Hause in ihrer Wohnung vor dem PC saß und Emba Anweisungen gab. "Nach rechts," antwortete Sära. Emba drehte sich nach rechts und knallte nur einen Meter weiter mit dem Kopf gegen eine Hauswand. "Du Schlampe!" zischte Emba und ein paar Passanten drehten sich etwas pikiert um, da sie dachten, Emba würde zu sich selbst sprechen. "Es tut mir so leid, aber wenn du nichts sehen kannst, wie soll ich denn dann was sehen," schluchzte Sära vor dem PC, auf dem nur ein Bildschirmschoner mit rosa Herzchen zu sehen war. "Schweig still, Elende, jetzt werde ich alleine entscheiden, was zu tun ist," antwortete Emba und lief abwechselnd im Hopserlauf und mit Sidesteps durch die Hauptstraße, bis sie vor Carries Sex-Shop stehen blieb. Mit einem Luftkick trat sie die Tür auf und sprang in den Verkaufsraum. "Wer ist denn da?" rief Dana Beseburgh erschrocken aus dem Lager. "Der Wind, der Wind, das himmlische Kind," antwortete Emba und boxte in ein Regal, so das der gesamte Inhalt herausfiel. "Tut mir leid, aber wir haben schon geschlossen!" Dana lief bestürzt aus dem Lagerraum und zog sich ihre Hose wieder über ihren üppigen Hintern. Danach stellte sie den Vibrator zurück ins Regal und wandte sich an Emba. "Wenn Sie jetzt bitte gehen würden." "Ja, ich gehe jetzt - und Sie kommen mit!" Emba springt in die Luft. Die Kamera dreht sich einmal um die eigene Achse. Emba läuft an der Wand entlang. Kamera folgt Emba. Emba setzt zum Sprung an. Kamera Close-Up auf Dana, danach totale Einstellung. Emba streckt ihre Beine in Danas Richtung aus. Kamera im schrägen Winkel hinter Emba. Emba verpasst Dana einen kräftigen Tritt. Sie fällt zu Boden. Zeitlupe, Kamera filmt Danas Fall. "Da hast du’s, das Böse siegt immer," grinste Emba. Nachdem sie noch eine Menge Beute in ihrer Handtasche verstaut, hatte zog sie Dana an den Füßen aus dem Laden.














