21/III Les Experts: Melody Ville
Ein nebliger Schleier hatte sich über die Stadt Melody Ville gelegt, und langsam ging auch die Sonne unter, als Kikis van der Velle mit ihrem Wanderstock in der Hand durch den Melody Forrest spazierte. Wandern war eins von Kikis’ größten Hobbys und sie hatte schon zahlreiche Stunden ihres Lebens damit verbracht. Sie hatte erst kurz zuvor eine Rast am Fuße des Magic Mountain gemacht und wurde nun von der plötzlich einsetzenden Dunkelheit vollkommen überrascht. "Verflixt, ich hatte ganz vergessen, dass es schon so spät ist," fluchte Kikis leise zu sich selbst und legte einen Zahn zu, um den Wald zu verlassen und in die Stadt zurückzukehren. Plötzlich hörte sie ein Knirschen und Knistern in der Nähe – jemand schlich im Unterholz umher! Kikis schaute sich um, doch sie konnte niemanden sehen und bekam es mit der Angst zu tun. Um sich Mut zu machen begann sie lauthals "Das Wandern ist des Müllers Lust" zu singen, doch die Geräusche kamen immer näher. Sie begann zu laufen, doch die unheimlichen Schritte folgten ihr, sie konnte es ganz deutlich hören. In ihrer Panik stolperte Kikis über einen spitzen Stein, der aus der Erde ragte, und blieb vollkommen verstört am Boden liegen. Auf einmal bemerkte sie einen Schatten über sich und Kikis schaute mit einem geschockten Blick nach oben. "Du?" rief sie mit zittriger Stimme und griff sofort zu ihrem Wanderstock, um der Person damit ins Gesicht zu schlagen, doch die Person wehrte den Schlag gekonnt ab und trat Kikis mit voller Wucht ins Gesicht. Trotz der Schmerzen schaffte es Kikis sich aufzurichten und versuchte die Person mit einem Judogriff außer Gefecht zu setzen, doch sie war zu schwach und die Person drehte ihr den Arm um 180 Grad herum, so dass Kikis laut aufschrie. Zum Schluss stieß die Person Kikis zu Boden, ließ sich auf ihren Rücken fallen und drückte ihr dann mit beiden Händen die Kehle zu. Ein paar Augenblicke später war Kikis van der Velle erstickt.
Starring
Mackenzie Rosman as Mäckie Mackenzie
Dustin Milligan as Raffi de Mahaffy
Melissa McCarthy as Dana Beseburgh (credit only)
Steven Culp as Ben Delany (credit only)
James Hyde as Hank Bennett (credit only)
Juliett Mills as Tabatha Lopez
Juliett Mills as Tabitha Bennett (credit only)
Nicholle Tom as Graaz Lopez
David Gallagher as Harry Crane (credit only)
Halle Berry as Eschke Doughter
Jesse Metcalfe as Luis Figaro (credit only)
Keshia Knight-Pulliam as Bambina Knirsh (credit only)
Jan Hoag as Murgy Muschka
Nicollette Sheridan as Alaska Lennox (credit only)
Jennifer Love Hewitt as Mary Frances
Landry Allbright as Ruthie Mackenzie (credit only)
Guest Starring
Jessica Biel as Emba van de Driesche
Alexis Bledel as Sära van de Driesche
Andrea Evans as Trudy Mackenzie
Anthony LaPaglia as Monk Evans
Sarah Mason as Hilton Mackenzie
Laurie Metcalf as Mäg Duquette
Rosita Pelayo as Kikis van der Velle
William Sadler as Sheriff Parkinson
"Sära, wo sind die ganzen Haferflocken hin? Ich hab dir doch schon tausend Mal gesagt, dass du die nicht zum Spielen benutzen sollst!" keifte Emba van de Driesche am nächsten Morgen ihre Schwester Sära in einem giftigen Ton an und knallte die Tür des Vorratsschranks zu. Sära lag derweil auf dem Teppichboden und schaute sich ihre Lieblingsserie "Duck Tales" im Fernsehen an. Dabei baumelte sie freudig mit ihren Beinen herum. Emba schaute kopfschüttelnd auf sie herab und zog sich dann ihren Regenmantel aus Nerz an. "Ich geh jetzt mit Puff Dogg Gassi. Wenn jemand anruft, sag ihm, er soll wieder anrufen, wenn ich wieder da bin!" "Und wann ist das?" quakte Sära und nuckelte an ihrem Daumen. "Noch so eine bescheuerte Frage, und es setzt doppeltes Fernsehverbot!" drohte Emba ihrer Schwester und zog danach Puff Dogg an der Leine hinter sich nach draußen. Es regnete in Strömen an diesem Tag und der schmale Pfad zum Melody Forrest war ein einziges Schlammloch. Aber das machte Emba nichts aus, sie hatte schließlich brandneue Gummistiefel von Prada, die sie bei dieser Gelegenheit direkt zur Schau stellen konnte. Gerade als sie mit Puff Dogg ein paar Meter in den Wald gegangen war, riss sich der Hund los und Emba schaute ihm verdutzt hinterher. "Schlampige Strippe!" fluchte Emba und betrachtete das kümmerliche Stück der Hundeleine in ihrer Hand. "Puff Dogg, komm sofort zurück! Ich finde das nicht witzig!" rief sie ihrem Hund nach und blickte sich nach allen Seiten um, doch sie konnte ihn nirgends entdecken. Plötzlich kam der Hund zu Emba zurückgelaufen – und er trug etwas in seinem Maul. Dabei handelte es sich um einen menschlichen Fuß mit lackierten Nägeln. Emba fiel auf der Stelle in Ohnmacht und landete in einer schmierigen Matschgrube.
Binnen einer halben Stunde war das Gebiet zwischen Melody Forrest und Melody River von der örtlichen Polizei abgesperrt worden und die Beamten durchkämmten jeden Zentimeter nach der Leiche. Schließlich wurde der verstümmelte Körper von Kikis van der Velle am Ufer des Melody Rivers gefunden. Kurze Zeit später tauchten auch Detective Monk Evans und Detective Mäg Duquette von der Spurensicherung auf, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Wir sind hier die 'Crime Scene Investigation', also machen Sie gefälligst Platz," schubste Monk den Einsatzleiter Sheriff Parkinson unsanft zur Seite und holte seine zusammengeklebte Polaroid-Kamera aus seiner Kosmetiktasche, um ein paar Schnappschüsse zu machen. "Und, was sagst du dazu?" fragte Monk seine Kollegin Mäg, die mit einem versteinerten Gesicht neben ihm stand. "Grausam, einfach nur grausam," ließ sie verlauten. "Wer lackiert sich denn bitte heutzutage noch die Nägel mit blassrosa? Die Farbe ist ja so was von out!" Danach wandte sich Mäg an den Sheriff, der neben ihr stand. "Stellen Sie uns sofort eine Liste aller Verdächtigen zu, damit wir mit den Ermittlungen beginnen können." "Wie soll ich das denn machen? Ich dachte, Sie entscheiden, wer verdächtig ist und wer nicht?" "Sie wagen es, mir zu widersprechen? Sehr unklug von Ihnen, Sheriff. Ich glaube, ich werde mal die Dienstaufsichtsbehörde anrufen. Wie war noch schnell die Nummer, Monk?" "Warte, die muss hier irgendwo in meiner Tasche kleb... äh ich meine sein," erwiderte Monk und wühlte mit beiden Händen in seiner Handtasche, die mit allerlei Süßigkeiten gefüllt war. Darunter auch jede Menge Schokolade, die jedoch durch die Hitze komplett geschmolzen war.
"Meine sehr verehrten Zuschauer, mein Name ist Eschke Doughter, ich berichte hier live vom Ort des Grauens für den geschätzten Sender MD-TV! Sie können sich gar nicht vorstellen, was hier heute los ist, in diesem kleinen Ort namens Melody Ville, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen! Heute Morgen würde im schlammigen Schilf die entstellte Leiche einer anonymen Toten gefunden – die Identität ist bis jetzt noch nicht geklärt! In diesen Sekunden berät sich die Polizei gerade, wie sie ihre weitere Vorgehensweise gestalten will. Jedoch ist unlängst bekannt, dass diese Sesselpupser sowieso nichts auf die Reihe bekommen! Wir bleiben am Ball, liebe Zuschauer, schalten Sie bloß nicht um, wir haben die Stars, die anderen nicht!" Eschke setzte ein arrogantes Lächeln auf und warf ihr Haar galant in den Nacken, um sexy auszusehen. Danach rümpfte sie die Nase und schaute sich mit einem angewiderten Blick um. "Es stinkt ganz gewaltig nach moderigem Arsch! Ja, ohne Zweifel, ich erkenne diesen Geruch zehn Meilen gegen den Wind! Ich sag’s dir, Max, das ist das wahre Topthema für unsere Reportage! Schalt die Kamera sofort wieder ein!" befahl Eschke ihrem Kameramann und takelte auf ihren hohen Pumps in den Sumpfbereich, der sich am Ufer des Melody Rivers entlangzog. Die beiden gingen immer tiefer in das dichte Schilf, bis Eschke plötzlich stehenblieb. "Der Geruch wird immer penetranter. Mein Herz schlägt wie wild vor Aufregung! Hast du das alles auf Band, Max?" "Natürlich," nickte er gelangweilt und konnte sich ein Gähnen nicht verkneifen. Als Eschke weitergehen wollte, tauchte plötzlich eine Gestalt im schulterhohen Schilf auf und richtete eine Pistole auf Eschke. "Sackgasse, mein Simpelchen! Schmink dir deine rotzige Reportage lieber ab! Hier kommst du nicht mehr lebend heraus!" lachte die Person boshaft und entsicherte den Abzug der Waffe.
Zur selben Zeit stand Tabatha Lopez in der Küche ihres Hauses und hatte gerade eine Ladung Kokosplätzchen in den Backofen geschoben. Es handelte sich dabei um die Leibspeise ihres Freundes Hank. Gerade als sie ein bisschen aufräumen wollte, klingelte das Telefon und Tabatha nahm das Gespräch im Wohnzimmer entgegen. "Mama, hier ist deine kleine Graaz," meldete sich Tabathas Tochter am anderen Ende der Leitung. "Graaz, wie schön, du lebst noch! Wir hatten schon das Gefühl, dir wäre etwas zugestoßen, weil du dich ewig nicht gemeldet hast. Tabitha wollte sogar schon dein Bett auf dem Trödelmarkt verkaufen. Und dein Zimmer haben wir auch schon an einen Untermieter abgegeben. Du weißt ja, wir sind auf jeden Cent angewiesen." "Im Kloster ist telefonieren strikt verboten. Um es genau zu sagen, gibt es im Umkreis von 100 Meilen nicht ein einziges Telefon. Schwester Bernadette sagt, es könnte ja sein, dass der Teufel anruft, und wenn man dann dran geht, ist man für immer verflucht," erzählte Graaz in einem lässigen Ton. "Das klingt dramatisch. Und, gefällt es dir immer noch so gut dort?" wollte Tabatha wissen, während sie mit ihren Fingernägeln ein paar angeklebte Fussel von der Tischkante kratzte, doch Graaz antwortete nicht. "Bin ich dir mit dieser Frage zu nahe getreten?" "I wo, Mama, es ist nur grad so laut hier im Flugzeug, dass ich nicht direkt antworten konnte." Im Hintergrund konnte Tabatha nun ein lautes Kichern und das Klirren von Gläsern hören. "Graaz, wo zum Teufel bist du? Sorry für die Ausdrucksweise, aber ich muss es einfach wissen!" krächzte Tabatha besorgt in den Hörer. "Ich bin im Privatjet meiner besten Freundin Chastity, wir düsen gerade nach Las Vegas, um ein bisschen Spaß zu haben. Keine Sorge, Mami, ich schicke dir auch eine Postkarte! Ich muss jetzt auflegen, ich muss jetzt schluck... ich meine ein bisschen schlafen! Gute Nacht!" Graaz beendete das Gespräch und Tabatha musste sich erst einmal auf die Couch setzen.
Im M.V.P.D. besprachen Monk Evans und Mäg Duquette die weitere Vorgehensweise. "Schicken Sie uns den nächsten Verdächtigen rein!" rief Mäg und ein Polizeibeamter führte Murgy Muschka ins Vernehmungszimmer. "Hinsetzen!" befahl Monk in einem harschen Ton und Murgy setzte sich stumm wie ein Mäuschen auf den Stuhl. "Miss Muschka, kannten Sie die Tote?" wollte Mäg von ihr wissen. "Jaaaa, ich kaaannnte die Kikis. Sie war gute Freundin," erwiderte Murgy und packte dabei genüsslich ein Bananen-Thunfisch-Sandwich aus, welches sie mit einem Haps verdrückte. "Wo haben Sie sich kennen gelernt?" "Das war vor ein paar Wochen, als diese Schlaaampe Ruthie Mackenzie noch in der Stadt war. Sie hat uuuns mit eine gemeine Trick in alte Lagerhalle gelockt," schmatzte Murgy, so dass ein paar Krümel aus ihrem Mund auf den Tisch fielen. "Wir wurden beide mit schwere Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht." Murgy zückte ein zerrissenes Bettlacken aus ihrer Schürze und putzte sich damit die Nase. "Wo waren sie gestern Abend zwischen 22 und 23 Uhr?" "Das kann ich Ihnen gut beaaantworten. Da habe ich mit Cousin Spolek aus Polen telefoniert. Sie wissen ja, Zeitverschieeeebung. Hören’s, isch hab’s Kikis nischt getötet. Ich tippe ja auf dieses Miststick Mary Frances." "Komm Mäg, vergiss es. Die Alte hat sie nicht umgebracht," meinte Monk. "Okay, Sie können jetzt gehen." Murgy sprang auf, so dass der Stuhl umkippte. Keine fünf Sekunden später war sie verschwunden. "Los Mäg, pack deine Sachen zusammen. Wir müssen noch mal zurück zum Tatort. Wie heißt es doch, Täter kehren immer noch einmal an den Ort des Verbrechens zurück," forderte Monk seine Kollegin auf und begab sich zum Wagen. Mäg folgte ihm wortlos.
"Ich krieg hier noch die Krise! Was hat sich der Lieferant nur dabei gedacht, uns diese pummeligen Prinzenshirts zu bringen? Ich hatte eine Lieferung aus Paris, der Metropole schlechthin erwartet, und nicht diese versifften Secondhand-Klamotten!" rastete Mäckie Mackenzie förmlich aus, nachdem sie mit ihrem Schweizer Taschenmesser gierig alle Kartons ihrer neuen Lieferung aufgeritzt hatte. "Och, also so schlimm sind sie doch gar nicht," versuchte Trudy die Situation zu retten und hielt sich eines der T-Shirts in Größe XS an die Brust, auf dem der Aufdruck Fick mich, ich bin ein Prinz in glitzernden Buchstaben zu lesen war. "Schnauze! Die schicken wir sofort wieder zurück!" keifte Mäckie und riss Trudy das Shirt aus der Hand. Im selben Moment betrat Mäckies Schwester Hilton Mackenzie die Boutique. Sie trug ein puscheliges Ponykleid und hatte ihre Haare streng nach oben geklemmt. "Na, packen wir schon die kümmerlichen Reste ein und bereiten uns auf die Zwangsversteigerung vor?" lächelte sie derbe von oben herab. "Verschwinde, du dreckige Ratte! Du hast hier nichts verloren, wann wirst du es endlich kapieren?" zischte Mäckie und ging mit den Besen auf ihre Schwester los. "Oh, da probt wohl jemand den Zwergenaufstand – denkst du ich hab vor jemandem Angst, der mir nur bis Bauchnabel reicht?" lachte Hilton sie gehässig aus. "Nicht streiten, Kinder, wir können alles friedlich ausknobeln," mischte sich Trudy ein und versuchte die beiden Streithähne zu trennen. "Schlampe, hinterhältige," keuchte Hilton und versuchte einen Karatetritt von Mäckie abzuwehren. Plötzlich öffnete sich einer der großen Kartons und Raffi de Mahaffy kam herausgesprungen. Er trug einen schwarzen Smoking und eine rote Rose zwischen den Zähnen. In den Händen hielt er eine kleine Gitarre und klimperte ein bisschen darauf herum, bevor er sich auf die Knie fallen ließ und zu Mäckie rutschte. "Tu petite chienne. Tu es la joie de ma vie. Je veux le diviser avec toi. Pour toujours et éternel," sang in seiner schönsten Sopranstimme und präsentierte ihr danach einen Ring mit einem Brillanten. "Mäckie Rory Mackenzie, willst du meine Frau werden?" Mäckie schaute Raffi und den Ring abwechselnd mit einem geschockten Blick an. Dann riss sie Raffi den Ring aus den Händen und hielt ihn gegen das Licht. "Wow, 18 Karat, und das, obwohl es kein Gold ist," pfiff sie geschmeichelt und schaute dann Raffi an. "Ja, okay, wir heiraten! Aber ich bestimme die Regeln, damit das klar ist!"
Mit quietschenden Reifen hielt das Polizeiauto von Monk Evans und Mäg Duquette am Ufer des Melody Rivers und legte dabei eine Vollbremsung hin. Nacheinander stiegen die beiden Detectives aus dem Wagen aus und schauten sich eine Weile unschlüssig um. "Und nun?" fragte Mäg ihren Kollegen, während sie sich eine Zigarette anzündete. "Ich weiß nicht. Wahrscheinlich ist der Täter eh schon über alle Berge. Ich bin dafür, dass wir ins Präsidium zurückfahren und uns eine Pizza bestellen. Außerdem ist mir kalt," klapperte Monk mit den Zähnen. "Okay. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der Fall noch nicht abgeschlossen ist. Die Wahrheit ist irgendwo da draußen," überlegte Mäg und warf noch einmal einen Blick zurück auf das Sumpfgebiet. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Mäg und Monk fuhren erschrocken zusammen und kauerten sich auf beiden Seiten des Autos auf den Boden. "Aufgepasst, ich habe Geiseln!" rief eine weibliche Stimme und zwei mickrige Ärmchen bogen die großen Schilfhalme auseinander. Auf der Wiese vor dem Flussufer erschienen nun Eschke Doughter und ihr Kamermann Max, die von niemand Geringerem als Mary Frances mit einer Waffe bedroht wurden. "Ich fordere einen Fluchtwagen und 1 Million Dollar Lösegeld! Und wenn ich das nicht in den nächsten zehn Minuten bekomme, dann sieht’s ganz düster aus!" schrie Mary Frances in einem irren Ton. "Oh mein Gott – haben Sie etwa Kikis umgebracht?" fragte Mäg Duquette und richtete sich langsam wieder auf. "Richtig geraten, Blondie! Und ich würde es jederzeit wieder tun!" lachte Mary Frances und hielt Eschke die Pistole an die Schläfe. Mäg und Monk schauten sich für einen Augenblick ratlos an, bis sie plötzlich etwas im Gras entdeckten: Es war der Fuß von Kikis, den Puff Dog gefunden hatte. Ohne groß nachzudenken, hob Monk ihn auf und warf ihn mit voller Geschwindigkeit gegen die Pistole. Der Fuß prallte dagegen und anschließend in Eschkes Gesicht. Mary Frances ließ die Waffe vor Schreck fallen. Als die beiden Cops auf sie zustürmten, suchte Mary Frances in ihrer Panik schnell das Weite. "Sind Sie in Ordnung?" fragte Mäg und Eschke nickte mit einem verstörten Blick. Plötzlich hörten die vier, wie der Motor eines Wagens sich in Bewegung setzte. Mary Frances hatte sich hinter der das Steuerrad des Polizeiwagens gesetzt und fuhr den Feldweg in einem rasanten Tempo entlang in Richtung Stadt. "Ich fahre nach Las Vegas, da werden sie mich nicht so schnell finden," grinste Mary Frances zu sich selbst und gab gehörig Gas...














