20/III Les septs pêchés capitaux
Marcy Frances hatte die wütenden Bewohner von Melody Ville gerade noch abhängen können. Den Pick-up, den sie zuvor einem Bauern in Bramsenbach-Dromsenbusch gestohlen hatte, hatte sie drei Häuserblocks entfernt geparkt. Hastig schloss sie die Tür zu ihrem Penthaus auf und verriegelte diese schleßlich hinter sich. "Verdammtes Pack!" fluchte sie und schlug dabei mit der Faust gegen die Tür. "Es wird doch schwerer, euch loszuwerden, als ich dachte. Aber wenn ihr denkt, das wäre schon alles gewesen, dann habt ihr die Rechung ohne Mary F. gemacht. Ich habe da noch einen ganz speziellen Trumpf im Ärmel." Ihr Blick schweifte durch den Raum und und sie erblickte schließlich eine kleine durchsichtige Schatulle, in der sieben verschiedenfarbige kleine Kugeln aufleuchteten. Sie nahm die Schatulle in die Hand und betrachtete sie näher. "Jetzt wird abgerechnet, denn damit krieg ich euch alle!" lachte Mary Frances boshaft. Sie trat hinaus auf die Dachterresse und öffnete vorsichtig den Deckel der Schatulle. "Das wird ein Spaß werden!" Die sieben Todsünden in Form von Kugeln flogen hinaus in die Ferne um sich einen geeigneten Wirt zu suchen. Sie verteilten sich wie folgt: Hochmut (Eschke), Neid (Murgy), Maßlosigkeit (Tabatha), Wolllust (Emba), Zorn (Tabitha), Habgier (Mäckie) und Trägheit (Hank).
Starring
Mackenzie Rosman as Mäckie Mackenzie
Dustin Milligan as Raffi de Mahaffy (credit only)
Melissa McCarthy as Dana Beseburgh (credit only)
Steven Culp as Ben Delany (credit only)
James Hyde as Hank Bennett
Juliett Mills as Tabatha Lopez
Juliett Mills as Tabitha Bennett
Nicholle Tom as Graaz Lopez (credit only)
David Gallagher as Harry Crane (credit only)
Halle Berry as Eschke Doughter
Jesse Metcalfe as Luis Figaro (credit only)
Keshia Knight-Pulliam as Bambina Knirsh (credit only)
Jan Hoag as Murgy Muschka
Nicollette Sheridan as Alaska Lennox (credit only)
Jennifer Love Hewitt as Mary Frances
Landry Allbright as Ruthie Mackenzie (credit only)
Guest Starring
Jessica Biel as Emba van de Driesche
Alexis Bledel as Sära van de Driesche
Andrea Evans as Trudy Mackenzie
Sarah Mason as Hilton Mackenzie
Am nächsten Morgen stand Mäckie Mackenzie in ihrer Boutique "Mackenzie Hard Designs" und hatte einen schweren Niesanfall. Ihre Mutter Trudy saß derweil hinter der Theke und las eine Frauenzeitschrift, aus der sie sich mit der Stoffschere einige Kochrezepte herauschnitt. "Es ist doch nicht zum Aushalten! Dein Allergie-Spray hat absolut nicht geholfen! Ich werde dich auf Schadensersatz verklagen!" zischte Mäckie zwischen ihren Anfällen. "Du hättest es ja nicht benutzen müssen, mein kleiner Spatz," erwiderte Trudy und freute sich schon diebisch darauf, einen Rote Beete-Möhren-Eintopf kochen zu können. Plötzlich ertönte das klingelnde Geräusch, welches bedeutete, dass ein Kunde den Laden betreten hatte. "Mäckie, Kundschaft!" brüllte Trudy ihre Nichte an. "Das sehe ich selbst! Denkst du etwa, ich habe Tomaten auf den Augen?" erwiderte Mäckie in derselben Lautstärke. Während sich die beiden anschrien, bemerkten sie nicht, dass es sich bei der Kundin um eine Verwandte handelte: Es war Hilton Mackenzie. "Bonjour, les puces sales!" begrüßte sie ihre kleine Schwester und ihre Tante. "Hilton? Was verschlägt dich denn in diese armselige Gegend?" wunderte sich Trudy und ging ein paar Schritte auf sie zu. "Ich wollte doch mal nachsehen, wie sich mein petite soeur so durchs Leben schlägt. Weit hat sie es jedenfalls nicht gebracht, mein Badezimmer ist ja größer als diese wurmstichige Immobilie hier. Was soll das eigentlich darstellen?" "Spiel dich bloß nicht so auf, du schlampige Hure!" begrüßte Mäckie ihre Schwester mit einem saftigen Kinnhaken, so dass Hilton taumelnd zu Boden fiel. "Was hast du uns denn Schönes aus Paris mitgebracht? Du gestattest doch, dass ich mich selbst bediene!" lachte Mäckie hämisch und plünderte Hiltons zahlreiches Gepäck. In hohem Bogen warf sie Slips, Jeansröcke, Pumps, Haarreifen, Strumpfhosen, Parfümzerstäuber, Kreditkarten und Lippenstifte in allen erdenklichen Farben hinter sich auf den Boden und verstaute sie danach in einem großen Seesack. "Hast du noch mehr? Na los, nun sag schon, du puffige Pornonutte!" packte Mäckie ihre Schwester am Kragen und schüttelte sie kräftig durch. "Oh mein Gott, sie muss total besessen sein!" stieß Trudy geschockt aus und versteckte sich hinter der Theke.
Im Hause der Bennetts hatte sich Tabatha gerade einen frischen Kamilletee gekocht und wollte den Tag mit Hausputz verbringen, doch zuvor wollte sie sich noch die Morgennachrichten im Fernsehen anschauen. "Eine moderne Frau muss schließlich wissen, was in der Welt vor sich geht," dachte sie sich und setzte sich in den großen Fernsehsessel im Wohnzimmer. Beim Umschalten ließ sich die Fernbedienung plötzlich nicht mehr benutzen – scheinbar waren die Batterien leer und so blieb der Sender MHS auf dem Bildschirm. MHS stand für "Melody Home Shopping" und war der beliebteste und zugleich auch einzige Teleshopping-Kanal in Melody Ville. Tabatha war zu faul, um aufzustehen und den Sender manuell am Fernseher umzustellen. Auf MHS war in diesem Augenblick Simona Rotzinger zu sehen, die eine neue Tischpolitur anpreiste. "Es ist kaum zu glauben, wie sauber man seinen Tisch mit dieser Politur bekommt. Ich konnte es kaum glauben, aber es ist die Wahrheit! Nur ein Wisch, und die Tischplatte glänzt wie neu! Das ist für jede Hausfrau der absolute Traum, das dürfen Sie nicht verpassen! Rufen Sie jetzt an und sichern Sie sich eine Extra-Portion 'Rêve pour le bois'! Lassen Sie sich keinesfalls von dem beißenden Geruch abschrecken, das liegt bloß an der Salzsäure und ist absolut kein Grund zur Panik!" "Oh mein Gott, das ist ja... besser als Sex!" kreischte Tabatha in einem frivolen Ton und griff sofort zum Telefon, das neben ihr auf einem kleinen Tisch stand. "Ja, hallo, ist dort MHS? Mein Name ist Lopez, ich hätte gerne eine Extraportion von diesem Holzzeug! Und ich sehe gerade, Sie haben auch dieses 16-teilige Kochtopfset mit ausklappbaren Deckeln! Und dann hätte ich noch gerne die Babypuppe Troxa aus der Kollektion von Manila – ja, genau, die mit den roten Augen! Oh, und mein Herzenswunsch ist ja die 8-bändige Romanserie von Arasälly, Sie wissen schon, 'Den Halse verdreht' und 'Bimmeln im Sturm'!"
"Meine sehr verehrten Zuschauer, mein Name ist Eschke Doughter, ich berichte hier live vom Ort des Grauens für den geschätzten Sender MD-TV! Sie können sich gar nicht vorstellen, was hier heute los ist, in diesem kleinen Ort namens Melody Ville, wo sich der Osterhase und der Weihnachtsmann gute Nacht sagen! Ich stehe hier gerade im Hotel in der Milabu Avenue vor der Suite 101, hinter deren Türen sich eine sehr berühmte Person verbirgt! Da will man doch gerne einmal Mäuschen spielen – aber es ist abgeschlossen. Wir bleiben am Ball, liebe Zuschauer, schalten Sie bloß nicht um, wir haben die Stars, die anderen nicht!" Eschke setzte ein billiges Lächeln auf und warf ihr Haar galant in den Nacken, um sexy auszusehen. Zusammen mit ihrem Kameramann Max war sie ins Hotel gefahren, um Hilton Mackenzie für ihre Klatschsendung aufzuspüren. Plötzlich wurde die Tür von innen geöffnet und Hilton stand in einem schwarzen Bademantel vor Eschke. "Max! Spot an, Licht aus, aber pronto! Meine sehr verehrten Zuschauer, wir haben es tatsächlich geschafft, die berühmte Pornodarstellerin Hilton Mackenzie vor die Linse zu zerren! Sagen Sie doch einmal Piep zu unseren Zuschauern!" "Ich sage nichts ohne meinen Anwalt – schon gar nicht zu so einer Putenschlampe, wie Sie es sind. Wissen Sie eigentlich, wen Sie hier vor sich haben? Ich bin Hilton Mackenzie aus Paris!" erwiderte Hilton in einem arroganten Ton und lutschte dabei an einem roten Lolli. "Sie sind wohl nicht mehr ganz bei Trost! Wie können Sie es wagen, meine Reportage zu sabotieren?" fuhr Eschke Hilton an und rückte ihr ganz nah auf den Pelz. "Sie haben wohl noch nie etwas von Privatsphäre gehört, wie?" "Wenn ich da in der Nähe bin, braucht niemand Privatsphäre zu haben! Meine Sendung ist doch diskret genug – nicht wahr, Max? Max? Max!" brüllte Eschke ungehalten und merkte erst ein paar Augenblicke später, dass Max mit einem Spiegel unter Hilton lag und ihren Slip bewunderte. "Ich muss mir so was nicht bieten lassen, nicht von einer kranken Kartoffel wie Sie es sind! Sie hören noch von mir, darauf können Sie Gift nehmen!" zischte Eschke und rannte wie eine Wilde den Flur hinunter.
Es war kurz vor elf an diesem Morgen, als Hank Bennett die Tür zu seinem Haus aufschloss. Direkt beim Eintreten stolperte über Kartons, Kisten und verpackte Ware mit dem Logo von MHS, welche Tabatha bereits bestellt hatte. "Was ist denn hier passiert?" wollte er wissen. "Ich habe nur ein bisschen eingekauft. Es wäre schön, wenn du die Sachen zusammenräumen und im Keller und auf dem Dochboden verstauen könntest," rief Tabatha aus dem Wohnzimmer. Sie hing gerade in der Warteschleife, um sich den neuen Turbostaubsauger der Firma "Dirty Dust" zu bestellen. "Nein, ich bin viel zu müde. Daher habe ich heute auch schon früher Feierabend gemacht. Ist was zu essen im Haus?" "Keine Ahnung, sieh doch im Kühlschrank nach. Und jetzt lass mich bitte in Ruhe, ich möchte weiterbestellen." Hank ließ sich auf der Couch neben Tabatha nieder, öffnete eine Dose Bier und stopfte sich ein paar Chips in den Mund. Dann legte er die Füße hoch und schaltete auf den Sportkanal, der gerade das EM-Spiel Portugal – Griechenland vom Vortag wiederholte. "Sag mal spinnst du? Ich will das sehen. Gleich stellen sie die neuen Tiffanylampen vor. Die muss ich haben!" schrie Tabatha und schlug Hank mit dem Telefonhörer auf den Kopf. In diesem Augenblick betrat Tabitha das Wohnzimmer. Ihr Kopf war rot wie eine Tomate. "Hallo Schwesterherz! Wie war dein täglicher Morgenlauf? Du siehst ziemlich geschafft aus," meinte Tabatha, während sie sich auf einem Zettel weitere Bestellnummern von verschiedenen Produkten notierte, die sich ebenfalls noch bestellen wollte. "Haltet euer Maul. Ich flipp gleich aus! Was ist denn das hier? Ein Lagerhaus? Wozu der ganze Mist?!"
Emba stand auf dem Straßenstrich in der Baker Street und machte riesige Kaugummiblasen, während sie auf ihren nächsten Freier wartete. In der Ferne konnte man schon einen bonzigen Wagen erkennen. "Der gehört mir!" schrie Emba und stieß eine Konkurrentin zur Seite, so dass diese auf den Boden fiel und sich das Knie aufschlug. "Miststück, verdammtes!" rief sie Emba nach, doch diese war so heiß, dass sie alles, was um sie herum geschah, nicht mehr mitbekam. Der Fahrer des Wagen ließ die Scheibe der Beifahrerseite runter, so dass er sich mit Emba unterhalten konnte. Doch Emba riss noch während der Wagen fuhr die Tür auf und setzte sich auf den Sitz. Sofort packte sie dem schon etwas älteren Herrn in den Schritt und leckte sich die Lippen. Nach ungefähr fünf Minuten hatte Emba ihren Blowjob beendet und stieg wieder aus. Das Geld stopfte sie sich in ihren Ausschnitt und lief dann zurück an die Stelle, an der sie vorher gestanden hatte. "Du bist ja unersättlich," meinte eine der anderen Huren zu ihr. "Das war doch heute bestimmt schon der Siebte und du bist gerade mal drei Wochen im Geschäft. Ich habe Monate gebraucht, um so weit zu kommen." "Jetzt hör mal zu Pussycat, ich hab schon Pornos gedreht, da hast du noch am Schnuller genuckelt. Alles klar? Ich weiß eben wie der Hase läuft. Und jetzt geh mir aus dem Weg, da kommt schon der Nächste." Nach dem selben Durchlauf wie schon die letzten sieben Mal, wurde Emba plötzlich ganz schwindelig und heiß. Sie torkelte den Weg zurück an den anderen Huren vorbei. "Na, lachst du noch, Schlampe?" fragte eine der Huren und stellte Emba ein Bein. Emba knickte mit ihren 20 Zentimeter hohen Stilettos um und fiel bewusstlos zu Boden. Die Wolllust hatte ihren Kreislauf völlig aus dem Gleichgewicht gebracht.
"Halt ein, Tabitha, denk an deinen Blutdruck," versuchte Tabatha ihre Schwester zu beruhigen, die wie ein wildes Huhn durch das Wohnzimmer stapfte und die Kartons aufriss, um nachzuschauen, was darin war. "Zahnseide? Nylonstrumpfhosen? Eine Grillpfanne? Ein Surfbrett? Bist du von allen guten Geistern verlassen? Wir sind noch nie zum Surfen gefahren, noch nie!" schrie Tabitha aufgebracht und warf einen Stapel der Kartons um. "Einmal ist immer das erste Mal," erwiderte Tabatha schnippisch und richtete ihren Blick wieder auf den Fernseher, wo gerade die Tiffanylampen vorgestellt wurden. "Ich glaub ich spinne! Wir sind doch hier nicht im Kindergarten! Wo ist die Telefonnummer der Suchtzentrale – wo?! Hank, beweg deinen fetten Arsch sofort hierher und hilf mir gefälligst!" brüllte Tabitha ihren Lebensgefährten an, der der Länge nach auf der Couch lag. "Ich bin so müde. Lass mich doch bitte schlafen," gähnte dieser und schloss wieder die Augen. "Boah, ich schlag hier gleich alles kurz und klein!" rastete Tabitha nun vollkommen aus und griff nach dem ersten Karton, in dem sich zahlreiche handsignierte Bücher der berühmten Autorin Arasälly befanden. Diese warf Tabitha zugleich aus dem Fenster. Anschließend holte sie den Spiritus, übergoss die Bücher damit und zündete sie an. Danach rannte sie wieder ins Haus, warf die teure Babypuppe Troxa einmal gegen die Wand und schlug dann mit dem Hammer darauf ein, bis nur noch Splitter übrig waren. Die Splitter schüttete sie in die Vorrichtung für das Waschmittel in der brandneuen Waschmaschine und steckte die ganzen neuen Klamotten auf einmal in die Waschmaschine. Als Tabitha die Waschmaschine anstellte, ruckelte es nur noch und die Splitter zerrissen die ganzen Klamotten in viele Streifen. Zum guten Schluss nahm sie die Flasche mit der Holztinktur und pfefferte sie mit voller Wucht gegen die Wand, so dass die Tapete sich langsam, aber sicher auflöste.
Pfeifend schlenderte Murgy Muschka über die Milabu Avenue und biss immer wieder von ihrem Hot Dog ab, den sie sich vor ein paar Augenblicken an einer Wurstbude gekauft hatte. Murgy hatte extrem gute Laune, denn sie hatte sich für den renommierten Hexenkurs bei dem chinesischen Hexenmeister Sim Sala Bim eingeschrieben. Allerdings war sie recht knapp bei Kasse und musste sich mit überflüssigen Ausgaben zurückhalten. Am schlimmsten für sie war, dass sie ihr Moped Petruschka in den Graben gesetzt hatte – Totalschaden. Und ein neues Verkehrsmittel konnte sie sich aus finanziellen Gründen nicht zulegen. Murgy ließ sich auf einer Bank nieder und verdrückte laut schmatzend die Reste ihres Hot Dogs, während vor ihren Augen Sära van de Driesche im Hopserlauf angelaufen kam. Ihren Hund Puff Dog hatte sie strikt an der Leine und band ihn an einem Pfosten fest, bevor sie in den Spielzeugladen hüpfte. Ihre Zahnspange hing schief aus ihrem Mund und ihr buntes Kleid war total versaut. Murgy beobachtete verstohlen durch die große Glasscheibe, wie Sära mit dem Verkäufer redete. Ein paar Minuten später rollte Sära auf einem brandneuen Dreirad durch die Tür ins Freie. "Gucki mal, Puff Dog, Sära hat ein neues Rad," rief sie ihrem Hund freudig zu und drehte zur Probe ein paar Runden um einen nahegelegenen Baum. "Das macht Spaß!" kicherte sie immer wieder und Murgys Gesichtsausdruck verfinsterte sich zusehends. "Jeetzt ist Schluuuus!" brüllte sie schließlich und stampfte auf Sära zu, mit jedem Schritt bebte der Boden. "Isch weiß genauu dass duuu versuchst misch neidiiiisch zu maachen, aber das laaase isch nischt auf misch sitzen!" brüllte sie so laut sie konnte und trat anschließend mit ihren schweren Boots in die Speichen von Säras Dreirad, so dass es nur so krachte. Sära wollte in Panik wegfahren, doch die Speichen waren direkt so verbogen, dass alles strampeln nichts nützte. Sära ließ sich theatralisch auf den Boden fallen und rollte sich zur Seite, damit sie Murgys Tritten ausweichen konnte. Anschließend stolperte sie zu Puff Dog, machte ihn los und rannte heulend nach Hause, während Murgy das Dreirad solange zusammentrat, bis es nicht mehr als solches zu erkennen war.
Genau wie Tabatha hatte sich Trudy an diesem Tag einige Produkte bei MHS bestellt. Darunter auch der Turbostaubsauger der Firma "Dirty Dust". Diesen hatte sie natürlich sofort ausprobiert. Jetzt wollte sie sich eine Pause gönnen und hatte es sich auf der Couch bequem gemacht. "Meine sehr verehrten Zuschauer, mein Name ist Eschke Doughter, ich berichte hier live vom Ort des Grauens für den geschätzten Sender MD-TV! Sie können sich gar nicht vorstellen, was hier heute los ist, in diesem kleinen Ort namens Melody Ville, wo Grillkohle als Delikatesse gilt! Ich befinde mich gerade auf der Hauptstraße dieser Stadt und um mich scheint alles verrückt zu spielen! Gerade eben begegnete mir ein verheultes dummes Gör, das mir erzählte, dass jemand ihr Dreirad aus Neid zertreten hätte! Ich selbst hatte heute schon eine Begegnung mit der hochmütigen Hilton Mackenzie aus Paris, und das war anscheinend noch nicht alles! Experten haben erklärt, dass einige Bewohner der Stadt sich anscheinend mit den sieben Todsünden infiziert haben, und ein Gegenmittel soll es nicht geben! Ob das jedoch stimmt, bleibt abzuwarten, denn niemand ist schlauer als ich! Wir bleiben am Ball, liebe Zuschauer, schalten Sie bloß nicht um, wir haben die Stars, die anderen nicht!" Eschke setzte ein arrogantes Lächeln auf und warf ihr Haar galant in den Nacken, um sexy auszusehen. "Das darf doch wohl nicht war sein. Da steckt doch sicher wieder das Miststück dahinter, das uns neulich mit Märchen aus dem Weg räumen wollte. Na warte!" Trudy schaltete den Fernseher aus und machte sich auf den Weg zu Mary Frances. Diese blickte gerade in ihre Zauberkugel und freute sich über das Chaos in Melody Ville. "Das ist euer Ende!" "Das ist eher dein Ende, du billiges Flittchen!" trat Trudy Mackenzie mit einem wütenden Blick durch die Tür und ging schnurstracks auf Mary Frances zu. "Was willst du? Der Square Dance-Club ist ein Stockwerk tiefer!" "Du weißt genau, was ich will! Das da!" Trudy griff nach der Schatulle, in der sich die 7 Kugeln befunden hatten, und warf sie auf den Boden. Anschließend trampelte sie mit ihren Pumps darauf herum, bis sie vollkommen kaputt war. Der böse Zauber war beendet – doch Mary Frances hatte sich aus dem Staub gemacht, bevor sie zur Rechenschaft gezogen werden konnte...














