16/II Masquerade (2)
"Ha! Habe ich es doch gewusst!" rief Eschke Doughter in einem schrillen Ton und sprang in die Richtung ihrer Tochter Bambina, welche vor Schreck erstarrte. "Bambina... hilf mir...," keuchte plötzlich eine leise Stimme und es war niemand Geringeres als Simbali Carechild, die Bambina mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. "Aaaaah!" kreischte Bambina wie am Spieß und ließ auf der Stelle das Seil des Eimers los, so dass Simbalis Körper wieder hinunter in den Brunnen stürzte. Es gab einen matschigen Aufprall und danach herrschte gespenstische Ruhe im Innenhof der Burg Flatterfels – allerdings nur für höchstens eine Sekunde. "Sehr verehrte Zuschauer von MD-TV, mein Name ist Eschke Doughter, ich berichte in diesem Augenblick live vom Maskenball auf der Burg Flatterfels in Melody Ville, wo sich genau vor meinen Augen ein Drama der Sonderklasse abgespielt hat! Eine missratene Göre der Unterklasse hat ein reiches Mädchen umgebracht und sie danach rücksichtslos in einen Brunnen geworfen! Und nun habe ich das große Vergnügen, Ihnen die Täterin im Close-up, sozusagen Eye to Eye mit dem Zuschauer zu präsentieren! Draufhalten, Max, immer draufhalten!" befahl Eschke Doughter ihrem Kameramann Max. Danach packte sie ihre Tochter Bambina am Kragen und zog sie vor die Linse. "Na los, erzähle uns endlich, was hat dich zu dieser grausamen Tat bewegt? War es ein Eifersuchtdrama, eine unerfüllte Liebe oder doch nur wegen den nagelneuen Sportschuhen?" "Mom, das ist so unfair von dir, lass mich doch gehen, please," flehte Bambina und versuchte sich an Eschkes Hosenbein zu klammern, doch diese ließ das nicht zu. "Hör auf mit dieser rührseligen Gefühlsnummer, wir kennen uns doch gar nicht, denk gefälligst an die Zuschauer!" "Aber du bist doch meine Mom, Mom!" "Die Täterin steht zurzeit noch etwas unter Schock und redet nur wirres Zeug, wir berichten in wenigen Minuten wieder für Sie! Wir bleiben am Ball, liebe Zuschauer, schalten Sie bloß nicht um, wir haben die Stars, die anderen nicht!" Eschke setzte ein billiges Lächeln auf und warf ihr Haar galant in den Nacken, um sexy auszusehen.
Starring
Morgan Brittany as Hillery Carpenter
Lisa Rinna as Carrie Carpenter
Melissa McCarthy as Dana Beseburgh
Steven Culp as Ben Delany
James Hyde as Hank Bennett
Juliett Mills as Tabatha Lopez
Juliett Mills as Tabitha Bennett
Nicholle Tom as Graaz Lopez
David Gallagher as Harry Crane (credit only)
Halle Berry as Eschke Doughter
Jesse Metcalfe as Luis Figaro
Keshia Knight-Pulliam as Bambina Knirsh
Jan Hoag as Murgy Muschka
Danica Stewart as Aziza Barbere
Jacob Young as Chuck de Buck
Landry Allbright as Ruthie Mackenzie
Guest Starring
Jessica Biel as Emba van de Driesche
Alexis Bledel as Sära van de Driesche
Ashley Lyn Cafagna as Simbali Carechild
Mackenzie Rosman as Mäckie Mackenzie
"Duuu entkooomst mir nischt!" rief Murgy Muschka und schwang ihr Lasso wild umher, während sie mit ihrem Moped durch den Ballsaal raste. Die Gäste rannten wie aufgeschreckte Hühner durch die Gegend und Murgy drückte wie wild auf die Hupe, damit sie Platz machen sollten. "Tröööt tröööt! Weg da, weg daaaa!" Murgy hatte es auf Ruthie Mackenzie abgesehen, die sie zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt hatte. Doch es war ein leichtes Spiel für Murgy gewesen, aus dem Gefängnis auszubrechen: Sie hatte einfach ihren Wärter mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, so dass er bewusstlos war, und war dann weggelaufen. Nun wollte sich Murgy an Ruthie rächen, für alles, was sie ihr angetan hatte. Doch Ruthie war nicht einfach zu fangen. Sie lief flink wie ein Wiesel um jede Ecke und gerade als Murgy dachte, sie würde Ruthie mit ihrem Lasso kriegen, schlug Ruthie einen Haken wie ein Hase und kletterte sogar die Wände hoch, um Murgy zu entkommen. Die übrigen Partygäste hatten sich inzwischen von ihrem ersten Schrecken erholt und fingen an zu grölen. Ein solches Spektakel gab es schließlich nicht alle Tage zu sehen. "Ruthie, Ruthie!" feuerten einige ihre Favouritin an, während andere "Murgy schafft es" riefen. Es wurden sogar wilde Wetten abgeschlossen, wie der Zweikampf ausgehen würde. Ruthie war eine Säule emporgeklettert und drohte abzurutschen, während Murgy am unteren Ende stand und mit der Faust immer wieder gegen die Säule schlug, um Ruthie herunterzuschütteln. Da erblickte Ruthie im Getümmel ihre Cousine Mäckie und verständigte sich mit ihr per Blinzelzeichen. "Aha, ich verstehe," murmelte Mäckie leise und langte in ihre Tasche, aus der sie drei Giftpfeile herauszog. Diese steckte sie in ihr Blasrohr und zielte auf Murgy. Der erste traf Murgy am Hinterkopf, der zweite in den Rücken und der dritte schließlich an ihr monströses Hinterteil. Nur eine Sekunde später brach Murgy betäubt zusammen und die aufgebrachte Menge feierte Ruthie als Siegerin.
"Na los, ihr Schlampen, bewegt euch, andere Leute wollen sich auch noch den Bauch vollschlagen," wetterte Tabitha Bennett am üppigen Buffet und legte sich einige vor Fett triefende Hähnchenkeulen auf ihren angeschlagenen Dessertteller. Ruthie hatte natürlich am Geschirr gespart und die kaputten Teller und Tassen ihrer verstorbenen Großtante Gracie Mackenzie, die aus dem vorigen Jahrhundert stammten, vom Dachboden geholt. Tabithas gierige Augen erspähten in diesem Augenblick das letzte Stück der begehrten "Schwere Schwefelsahne"-Torte, die in der Mitte des Buffets stand. Es war eine Kreation von Betty-Elizabeth Betteman-Bintenburgh, Tabithas Großmutter, deren Rezept sie eigenhändig in das goldene Buch der Stadt Melody Ville eingetragen hatte. Gerade als Tabitha ihre Hand nach dem Stück Kuchen ausstrecken wollte, bekam sie auf diese Hand einen heftigen Schlag mit einem Tortenheber aus Gusseisen. "Finger weg, das ist meins!" kreischte Hillery Carpenter mit einer schrillen Stimme und schob Tabitha unsanft zur Seite. Das ließ Tabitha natürlich nicht auf sich sitzen, und so nahm sie ihren Teller und zerschlug ihn auf Hillerys Kopf. "Niemand legt sich ungestraft mit Tabitha Bennett an! Wenn ich Kuchen will, bekomme ich auch Kuchen, hast du mich verstanden, du dreckiger Lumpensack!" Tabitha drehte Hillery die Nase um und schubste sie danach gegen die Wand. "Oh Gott Hank, Tabitha hat ihre Tabletten heute nicht genommen, weil sie solche Kopfschmerzen hatte. Und du weißt ja, was das bedeutet," meinte Tabatha ängstlich und schmiegte sich fest an Hanks starke Brust, während sie beobachtete, wie ihre Schwester Hillery verprügelte. In einem Anfall von geistiger Umnachtung zog Tabitha plötzlich eine Pistole aus ihrer Handtasche und schoss Hillery mehrmals in die Schulter. Laut schreiend brach Hillery auf den kalten Fliesen zusammen.
Nachdem Ruthie und Mäckie Murgy betäubt und ins Verließ geschafft hatten, waren die beiden in den Festsaal zurückgekehrt. Dort neigte sich der Maskenball nämlich so langsam dem Höhepunkt zu, denn Romina DuVall war gerade im Begriff eines ihrer ohrenbetäubenden Lieder vorzutragen. "Na warte, du Schlampe. Das wirst du nicht überleben," lachte Ruthie dreckig und gab ihrer Cousine Mäckie den Auftrag, das Spektakel noch um ein paar Minuten hinauszuzögern. Mäckie nickte spastisch und griff dann nach dem Megaphon, welches sich neben ihr befand. "Alle mal herhören! Bevor die begnadete Küsterlin Romina DuVall ihren großen Auftritt hat, werden wir ein kleines Spielchen veranstalten. Und zwar die Reise nach Jerusalem, auch bekannt als die Reise nach Melody Ville. Also bewegt eure lahmen Ärsche und stellt die Stühle zusammen. Gleich geht’s hier rund." Währenddessen schwebte Ruthie bereits an einem Seil über der Bühne. Mit einem Schraubenzieher in der Hand schraubte sie eifrig an mehreren Scheinwerfern herum. Mit Fingerspitzengefühl verband sie sie anschließend mit einem unsichtbaren Faden und seilte sich dann ab. Mit dem Faden in der Hand lief sie geschwind in den Saal zurück, wo die Gäste Mäckie als Siegerin feierten. "Ich habe sie alle beschissen," freute sich diese. "Na, dann kann’s ja jetzt los gehen," grinste Ruthie und gab der Band ein Zeichen, dass sie anfangen konnte. Mit Pauken und Trompeten wurde der Smashhit "Somebody Answer The Phone" angestimmt. Romina trug einen billigen Fetzen und bewegte sich halbwegs im Takt zur Musik an einer Stange, die sich in der Mitte der Bühne befand. "Wow, dazu kann man ja megamäßig abdancen," meinte Dana Beseburgh und legte eine heiße Sohle aufs Parkett. Aber so heiß war sie dann doch wieder nicht, denn sie war im neunten Monat schwanger und sah aus wie ein aufgequollener Hefekloß. Kurz bevor der Song zu Ende war, zog Ruthie mit einem Ruck an dem unsichtbaren Faden und löste somit die Scheinwerfer von der Decke. Der erste verfehlte Romina nur um ein paar Zentimeter. Der zweite traf sie am Arm, so dass ihr das Mikrofon aus der Hand fiel. So bemerkten die Gäste, dass Romina gar nicht live sang, sondern dass es Playback war. "Betrügerin" und "Schiebung" war aus der Menge zu hören. Als sie dann der dritte Scheinwerfer am Kopf traf und Romina tot zu Boden fiel, begann der Saal vor Freude zu toben. Und Ruthie und Mäckie klatschten vergnügt in die Hände.
"Nein, nein.... neeeeiiiinnn!" schrie Carrie Carpenter und beugte sich verzweifelt über den regungslosen Körper ihrer Schwester Hillery. Sie rüttelte sie stark und gab ihr mehrere Ohrfeigen, doch sie gab kein Lebenszeichen mehr von sich. Hillery war auf der Stelle verstorben. Carrie war in Tränen aufgelöst und stand langsam wieder auf. Blut war an ihren Händen, es war das Blut ihrer Schwester. Angewidert starrte sie auf ihre Hände und richtete danach ihren Blick auf Tabitha, die wie angewurzelt vor dem Buffet stand. Sogar die Tatwaffe hielt sie noch in ihren Händen. "Wie konntest du das tun," brachte Carrie atemlos hervor und ging langsam auf Tabitha zu. "Sag mir auf der Stelle, wieso!" "Es... es war ein Unfall...," stammelte Tabitha und sie starrte dabei fassunglos auf Hillerys Leiche. "Ach was, Unfall! Weißt du eigentlich, was du da angerichtet hast? Ich wollte Hillery töten, ich alleine hatte das Recht dazu, ich habe es mir sogar patentieren lassen! Und da kommst du Ratte einfach so daher und nimmst dir die Frechheit heraus, mir alles zu verderben! Das ertrage ich einfach nicht!" Carrie bekam einen regelrechten Tobsuchtsanfall. "Seien Sie nicht so streng mit ihr. Sie hat es nicht so gemeint. Ein Glas Wasser gefällig?" fragte Tabatha vorsichtig, um Carrie zu beruhigen, doch dieser Plan schlug fehl. Carrie war vollkommen durch den Wind und bahnte sich ihren Weg durch die Menschenmenge. Wenige Sekunden später erreichte sie die große Wendeltreppe aus Stein, die in den Nordturm der Burg Flatterfels führte. Vollkommen außer Atem kam Carrie auf der höchsten Zinne an und wollte sich einen Moment hinsetzen, um über alles nachzudenken. Doch dazu kam es nicht mehr: Zu spät stellte Carrie fest, dass sich dort oben schon eine dunkel gekleidete Person befand. Sie packte Carrie und hielt ihr den Mund zu, damit sie nicht schreien konnte. Das Letzte, was Carrie merkte, war, wie sie von der Person kopfüber vom Turm gestoßen wurde.
Nachdem der Song zu Ende war, bemerkte Dana, dass irgendwas nicht mit ihr stimmte. "Oh mein Gott, was ist denn das?" kreischte Elenath Spirenzi so schrill, so dass einige Gläser zersprangen. Mit zitternder Hand deutete sie auf die große Wasserlache auf dem Boden. "Oh nein, es ist so weit. Meine Fruchtblase ist geplatzt. Ich bekomme mein Baby!" rief Dana hysterisch aus und begann wie wild herumzuzappeln. "Wie jetzt? Hier etwa? Aber das geht doch nicht. Sie müssen ins Krankenhaus." Das war zu viel für Elenaths Nerven und sie fiel kurzerhand in Ohnmacht. Ihr Gesicht landete mitten in der Fruchtwasserpfütze. "Was ist das denn hier für eine Sauererei?" wollte Ruthie Mackenzie wissen, die dazu kam. "Die Fruchtblase meiner Frau ist gerade geplatzt. Sie wird gleich ihr Baby bekommen. Ist das nicht aufregend?" erklärte Ben Delany mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und drückte Danas Hand. "Soll das ein Witz sein? Wir sind doch hier nicht im 'General Hospital'. Auf meiner Party wird niemand ein Kind zur Welt bringen, damit das klar ist," zischte Ruthie, "Mäckie, hol eine Schubkarre, um dieses Miststück auf der Stelle aus meinem Schloss zu schaffen!" "Das können Sie nicht machen, das ist unterlassene Hilfeleistung, ich zeig Sie an!" drohte Ben ihr. "Machen Sie nur. Ich habe gute Beziehung zum Gericht, Sie werden sich noch wundern!" lachte sich Ruthie ins Fäustchen. Während sich die beiden anschrien, bemerkte niemand, dass Dana ihr Baby inzwischen selbst zur Welt gebracht hatte. Doch die Anstrengungen der Geburt waren zu viel für ihr schwaches Herz gewesen: Ihre Atmung setzte aus und ihr Kopf kippte zur Seite.
"Hallo, Hilfe, warum hört uns denn keiner?" jammerte Graaz und dicke Tränen kullerten über ihr Gesicht. Sie war noch immer zusammen mit Luis, Emba, Sära, Aziza und Chuck in einem stockfinsteren Zimmer im Keller der Burg Flatterfels eingesperrt – dank ihrer Busenfreundin Bambina, die sie in das Zimmer gelockt und dann von außen die Tür verriegelt hatte. "Weil niemand weiß, dass wir hier sind. Und für dich wäre es eh besser, wenn niemand sieht, dass du dich betrunken hast. Denn dann wäre der Ofen für dich aus, niemand würde dir deine christliche und zugeknöpfte Masche noch abkaufen. Apropos abkaufen, wie viel Schweigegeld bezahlst du mir, damit ich nicht ausplaudere, was du getan hast?" lächelte Emba eiskalt und streckte ihre offene Hand aus, was Graaz natürlich nicht sehen konnte, da es im Zimmer absolut dunkel war. "Lass mein Babe in Ruhe!" protestierte Luis lautstark und wollte Graaz umarmen, doch stattdessen legte er seine Arme um etwas, was er nicht ganz einordnen konnte. Es fühlte sich warm und flauschig an – und vor allem konnte Luis nicht ahnen, dass es sich dabei um die Zuckerwatte handelte, die sich Sära zuvor am Buffet besorgt hatte. "Sie hat sich doch selbst in diese Lage gebracht. Ich bin nur sowas wie ihr Schutzengel. Ich werde dafür sorgen, dass niemand etwas erfährt – aber nur, wenn ich dafür bezahlt werde," wiederholte Emba ihre Forderung. "Meine Zuckerwatte stinkt!" knatschte Sära plötzlich dazwischen, doch Emba unterdrückte weitere Zwischenrufe, indem sie ihrer Schwester einfach einen getragenen Strumpf in den Mund stopfte. "Schweig still, ich bin hier die Bitch und jetzt rede nur ich!" gab sie großkotzig an. Doch das hätte sie besser nicht gesagt, denn plötzlich brach ein regelrechter Tumult in dem dunklen Zimmer aus. Sowohl Luis und Emba als auch Graaz, Sära, Aziza und Chuck mischten sich in die Prügelei ein. Tische und Stühle flogen die Luft, Regale stürzten um und Lampen kamen von der Decke.
Zur selben Zeit kam Murgy Muschka im Verließ der Burg Flatterfels langsam, aber sicher wieder zu sich. "Das waaar kein angenehmes Niiiiekerchen," stöhnte sie und versuchte sich aufzurichten, doch ihre rechte Körperhälfte war noch betäubt. "Hokus Pokus, ein, zwei drei, Türe auf, der Weg sei frei!" murmelte sie und daraufhin ging die Türe auf. "Du hast die Rechnung ohne Murgy gemaaaacht!" Mit schweren Schritten versuchte sie sich den Weg durch die dunklen Katakomben der Burg zu bahnen, doch herunterhängende Spinnenweben und alte Skelettköpfe versperrten ihr immer wieder die Bahn. Im Ballsaal herrschte inzwischen wieder ausgelassene Stimmung. Die Ereignisse der letzten Minuten waren schon längst vergessen, was vor allem an der köstlichen Kürbisbowle lag, die Ruthie mit billigem Fusel in einem riesigen Hexenkessel zusammengebraut hatte. "Und nun kommen wir zur Verleihung des Preises für das beste Kostüm! Mäckie, den Tusch bitte!" Ruthie stand auf der großen Holzbühne und Mäckie zog eine verbogene Trompete hinter ihrem Rücken hervor, in die sie einmal kräftig hineinblies. Ein furchtbar schiefer Ton erklang und alle hielten sich die Ohren zu. "Der Preis für das beste Kostüm geht in diesem Jahr an...." Ruthie wollte gerade den Sieger verkünden, der ohnehin sie selbst gewesen wäre, als plötzlich Murgy Muschka hinter ihr auf der Bühne erschien. "Kuckuck, duu Schlaampe!" schrie sie. "Verpiss dich, du machst mir meine verdammte Show kaputt, du Ausgeburt der Hölle!" zischte Ruthie und Mäckie hatte sich schon mit einer Mistgabel bewaffnet, doch Murgy machte gar keine Anstalten, sie anzugreifen. "Iiihr haabt die Rechnuung oohne misch gemaacht," lachte sie gehässig und brachte eine Uhr zum Vorschein. "Isch werde jeetzt die Zeit vorstellen!" Mit diesen Worten drehte sie den Stundenzeiger mit ihren dicken Fingern immer im Kreis herum...














