13/II Le passé de Ruthie
"Unser Club, das 'D’Rubi', hat keine Mühen und Kosten gescheut, um Ihnen ein Highlight von Sonderschulniveau... äh... Sonderklasse bieten zu können! Es ist einfach fantastisch, so viel Freude hat noch niemand verbreitet! Und nun begrüßen Sie mit mir die großartige, einzigartige, unverwechselbare, phänomenale Abrienne! Applaus, Applaus!" Mit diesen Worten eröffnete L’Blamage die Show in einem schäbigen Nachtclub von San Souleil, einem kleinen Ort am Rande des Death Valley in Nevada. Der halbzerissene Vorhang zog sich auseinander und auf einem kleinen Stuhl in der Mitte der Bühne saß ein Mädchen, das dem Publikum den Rücken zugedreht hatte. Langsam begann die Musik im Hintergrund zu laufen. Das Mädchen sprang lasziv in die Höhe und fasste sich in den Schritt, während sie laut ins Mikrophon stöhnte. "Uuuh baby, I feel like I’m beating you up, yeah yeah yeah, I wanna beat you up, crash your bones and break your neck, yeah yeah yeah, I wanna beat you up, slam the door right into your face and then finally you hold their dirrty muzzle, yeah yeah yeah!" Das Publikum war entsetzt von dieser Vorstellung und begann mit Bierflaschen und Korkenziehern nach Ruthie Mackenzie zu werfen. Sie unterbrach ihre Show und schrie "Ihr seid ja alles Schweine!" in ihr Mikrophon, bevor sie eine Planke aus dem Holzboden riss und diese ins Publikum schmiss. Es brach ein regelrechter Tumult unter den Gästen aus und Ruthie nutzte die allgemeine Verwirrung, um durch den Hintereingang zu flüchten. Gerade als sie zur Busstation flitzen wollte, versperrte ihr ein junger Mann den Weg. "Halt! Ich liebe dich!" schrie er und nahm ihre rechte Hand. "Laber. Nehmen Sie Ihre dreckigen Finger von meiner Hand! Ich beiße!" zischte Ruthie, doch der Mann ließ nicht locker. Er schob ihr einfach einen Ring auf den Ringfinger und mit den Worten "Jetzt gehörst du mir" gab er ihr einen dicken Kuss auf den Oberschenkel. "Du bist jetzt mein Täubchen," lächelte Raffi de Mahaffy. "Ich werde dir dein dämliches Grinsen aus dem Gesicht wischen," zischte Ruthie und verpasste dem Fremden einen Tritt in die Fresse.
Starring
Morgan Brittany as Hillery Carpenter (credit only)
Lisa Rinna as Carrie Carpenter (credit only)
Melissa McCarthy as Dana Beseburgh (credit only)
Steven Culp as Ben Delany (credit only)
James Hyde as Hank Bennett (credit only)
Juliett Mills as Tabatha Lopez (credit only)
Juliett Mills as Tabitha Bennett (credit only)
Nicholle Tom as Graaz Lopez (credit only)
David Gallagher as Harry Crane (credit only)
Halle Berry as Eschke Doughter (credit only)
Jesse Metcalfe as Luis Figaro (credit only)
Keshia Knight-Pulliam as Bambina Knirsh (credit only)
Jan Hoag as Murgy Muschka (credit only)
Danica Stewart as Aziza Barbere (credit only)
Jacob Young as Chuck de Buck (credit only)
Landry Allbright as Ruthie Mackenzie
Guest Starring
Ashley Lyn Cafagna as Simbali Carechild
Chea Courtney as L’Blamage
Courtnee Draper as Piston Rogers
Andrea Evans as Trudy Mackenzie
Catherine Hicks as Miss Schlivi
Katherine Kelly Lang as Florke de Mahaffy
Dustin Milligan as Raffi de Mahaffy
Mackenzie Rosman as Mäckie Mackenzie
In friedlicher Stille saß Florke de Mahaffy vor der Stereoanlage und pfiff sich die neueste CD der Metal Rockers herein, so dass die Boxen vor Krach fast explodierten. "Oh Gott, ist das geil!" kreischte Florke in einem schrillen Ton und begann wie eine Katze auf ihrem Wohnzimmertisch zu tanzen. Sie schüttelte ihr kurzes Haar mit dem Beat und klimperte wild mit den Augen, während auf der CD gerade ein fetziges Gitarrensolo kam. "Mutter!" rief Raffi de Mahaffy plötzlich und sprang mit einem Satz auf den Tisch, so dass er umkippte und Florke im hohen Bogen in das große Panoramafenster stürzte. Es zerbrach in tausend Scherben und Florke rappelte sich langsam wieder auf. "Miss Cortez! Räumen Sie die Schweinerei auf, aber pronto!" zischte sie und schaute dann ihren Sohn an. "Was soll das? Wieso kommst du hier einfach herein? Hast du nichts besseres im Kopf?" "Ich will dir jemanden zeigen. Darf ich vorstellen, das ist Ruthie, meine Verlobte!" Raffi packte Ruthie am Arm und schob sie unsanft vor sich her. "Niemals! Diese Vogelscheuche wirst du auf keinen Fall ehelichen! Du bist schon Simbali Carechild versprochen, sie heult sich jeden Tag die Augen wegen dir aus, und ich will, dass das noch ewig so weitergeht! Ruthie, pack deine Sachen und verschwinde! Ich will dich hier nie mehr sehen!" "Dieser Ton will mir aber gar nicht gefallen. Am besten gewöhnst du dich schon mal daran, dass ich ab heute Herrin dieses Hauses bin! Miss Cortez, bitte legen Sie die Sklavin in Handschellen und bringen Sie sie in den Kerker!" zischte Ruthie und Miss Cortez tat, wie ihr befohlen wurde. Raffi umarmte Ruthie fest, während diese triumphierend zuschaute, wie Florke gefesselt in den Keller gebracht wurde.
"Schön, dass du wieder gesund bist Ruthie. Wir alle haben dich sehr vermisst," meinte die Biologielehrerin Miss Schlivi, als Ruthie die Klasse betrat. "Was glotzt ihr denn so blöd? Ich bin wieder da. Also macht euch auf was gefasst," zischte Ruthie und warf der Klasse einen teuflischen Blick zu. "So, nun aber ran an die Arbeit. Ruthie, wir werden heute Frösche sezieren. Letzte Stunde habe ich die Schüler bereits in Zweiergruppen aufgeteilt. Du wirst mit Simbali arbeiten. Sie ist neu und ich wäre dir sehr dankbar, wenn ihr etwas helfen würdest." Miss Schlivi führte Ruthie und Simbali an ihren Tisch. "Freut mich sehr dich kennen zu lernen, Simbali," lächelte Ruthie diabolisch und drückte Simablis Hand so fest, dass sie knackste. "Aua!" schrie sie lauthals auf. "Simbali, also bitte, benimm dich," fuhr Miss Schlivi sie an. "Du hast gehört, was die Lehrerin gesagt hat. Und von nun an bist du meine Leibeigene. Hast du mich verstanden? Du wirst das tun, was ich dir sage. Und wehe, du widersprichst mir." Simbali war völlig verängstigt und ihr schossen Tränen in die Augen. "Lass uns doch jetzt bitte den Frosch sezieren. Ich möchte keine schlechte Note bekommen," schluchzte sie und griff nach dem Skalpell. "Halt dein dreckiges Maul, du verkackte Streberin. Habe ich dir erlaubt zu sprechen? Nein! Wenn du noch einmal unerlaubt anfängst zu reden, dann werde ich dich sezieren." Ruthie riss Simbali das Skalpell aus der Hand und setzte es an Simbalis Kehle an. Miss Schlivi, die dazu kam, begann herzlich zu lachen. "Ruthie, du bist unverbesserlich. Wie sehr habe ich deine köstlichen Späßchen vermisst. Aber nun Schluss damit. Schneidet endlich den Frosch auf!" befahl Miss Schlivi den beiden und entfernte sich dann wieder. "Simbali! Was ist das denn für ein dämlicher Name? Deine Eltern haben sich wohl einmal zu viel den 'König der Löwen' angesehen wie?" fragte Ruthie in einem harschen Tonfall. "Ich habe ihn zwölf Mal gesehen. Das ist mein Lieblingsfilm. Und deiner?" "Sag mal, rede ich Chinesisch? Habe ich dir das Wort erteilt? Es reicht jetzt!" Ruthie warf das Skalpell weg und griff nach dem Frosch. "Pass jetzt gut auf. Von mir kannst du noch was lernen." Ruthie öffnete das Fenster und warf den Frosch ins Freie. "Miss Schlivi, Miss Schlivi, kommen Sie schnell. Simbali hat was ganz Schlimmes gemacht!" rief sie anschließend hysterisch aus. "Was ist denn hier los?" wollte Miss Schlivi wissen. "Simbali hat den Frosch gegessen. Ich war gerade dabei anzufangen und dann hat sie ihn gepackt und mit einem Haps verschlungen." Miss Schlivi verpasste Simbali eine schallende Ohrfeige. "Wie konntest du nur?" Dann packte sie sie am Ohr und zog sie aus der Klasse. Derweil hüpfte Ruthie vergnügt auf den Tisch und begann sich ihre Fingernägel zu feilen.
Nach der Biologiestunde stand Ruthie Mackenzie gemeinsam mit ihrer minderbemittelten Cousine Mäckie Mackenzie unter einer blattlosen Tanne auf dem Schulhof und sponn neue Intrigen. "Hör gut zu, Mäckie: Florke hat herausgefunden, dass ich gar nicht schwanger bin und dummerweise glaubt Raffi ihr." "Und was habe ich damit zu tun?" fragte Mäckie und verdrehte ihre Augen, während sie versuchte einen Schmetterling mit einem löchrigen Netz zu fangen. "Schweig still!" zischte Ruthie und verpasste ihrer Cousine einen Karatetritt in den Rücken, so dass Mäckie zu Boden stürzte. In diesem Moment kam Piston Rogers, eine Mitschülerin von Ruthie, an ihnen vorbei. "Jaja, jämmerlich ist es anzusehen," gab sie überheblich von sich, obwohl der Satz gar keinen Sinn ergab. "Jaja, Hochmut kommt vor dem Fall!" zischte Ruthie, hob eine Steinplatte aus dem Boden und schmiss sie hinter Piston her. Sie traf diese an den Hinterkopf, so dass Piston mit einem lauten Schmerzensschrei bewusstlos zusammenbrach. "Jetzt oder nie," rief Ruthie und rannte so schnell wie sie konnte quer über den Schulhof, wo ein Typ, der ungefähr in ihrem Alter war, neben der Mülltonne stand. "Ich brauche dich, du schmieriger Jammerlappen, zack zack, da kommt Bewegung rein," schrie Ruthie ihm ins Ohr und zog ihn am Arm hinter sich her. "Was ist denn los, ich versteh das alles nicht, hilfe!" "Halt die Schnauze, oder ich ziehe dir alle Zähne mit der Drahtzange heraus!" Demonstrierend holte Ruthie eine Zange aus ihrer Handtasche und hantierte damit vor seinen Augen. "Oh bitte nicht, ich tue alles was du willst!" flehte er um sein Leben. "Ja, das erwarte ich auch von dir, und jetzt kommt endlich mit!" Ruthie schleppte den Jungen in den Schuppen des Hausmeisters und vergriff sich dort hemmungslos an ihm.
"Aua! Es tut so weh! Machen Sie doch endlich etwas!" schrie Ruthie Mackenzie und versuchte sich in den Sessel im Wohnzimmer im Haus ihrer Mutter zu setzen, doch der war mit leeren Jogurtbechern zugemüllt. Ruthie war inzwischen im neunten Monat schwanger und die Wehen hatten eingesetzt. "Halt den Mund, Schätzchen, ich ruf jetzt die olle Romina, die kennt sich aus, du wirst dich noch wundern," antwortete Trudy Mackenzie, Ruthies Mutter, und griff zum Schnurtelefon. Es bestand aus einer Blechdose, an der eine Schnur befestigt war. Diese Schnur führte durch das offene Fenster nach draußen und von dort über ein niedergemähtes Getreidefeld ins Nachbarhaus, dass etwa fünfhundert Meter entfernt war. "Romina? Hallo? Antworte gefälligst, du alte Schreckschraube, oder kochst du wieder deine schmierige Möhrensuppe mit Kleister?!" keifte Trudy in die Dose und kurz darauf nahm Romina in ihrem Haus den Hörer in die Hand. "Ja, hallo, bist du es Trudy?" "Wer soll es denn sonst sein? Außer uns ist doch niemand an das Netz angeschlossen," antwortete Trudy mit einer genervten Stimme. "Wie? Ich verstehe dich nicht, da ist so ein Knacksen in der Leitung!" "Da steckt doch bestimmt diese intrigante Wanda dahinter, sie war schon immer neidisch, dass wir ein Telefon haben und sie nicht! Also weißt du, die hat letztens schon mal versucht, mich auszurauben, und da hab ich gesagt 'Nein, das geht so nicht' und dann hat sie gemeint 'Du wirst schon noch sehen, wie das geht'! Meinst du sie wird es wieder versuchen?" "Verdammt noch mal, Mutter, halt deine schmutzige Schnauze! Ich habe Schmerzen! Ooooaaaahhhh!" Ruthie schrie wie am Spieß und war kurz davor, in Ohnmacht zu fallen.
"Ruthie, was soll das? Wieso hast du den Abwasch noch nicht gemacht? Und wieso sind alle Pflanzen vertrocknet? Erkläre mir das bitte!" fragte Raffi de Mahaffy, als er von der Arbeit nach Hause kam und Ruthie im Jogginganzug auf der Couch herumlungerte und einen Keks nach dem anderen verzehrte. "Das macht alles Miss Cortez, weißt du doch, du Mistkerl," fauchte Ruthie ihn an und sprang mit einem Satz hoch. "Miss Cortez arbeitet schon seit einem halben Jahr nicht mehr für uns, hast du das etwa schon vergessen? Willst du etwa behaupten, hier hat seit einem halben Jahr niemand mehr saubergemacht? Du spinnst wohl!" "Lass deine dreckigen Pfoten von mir! Ich bin allergisch gegen Staub, das steht sogar in meiner Geburtsurkunde!" zischte Ruthie und stieß ihren Ehemann von sich weg, so dass er taumelte und mit dem Kopf gegen einen Schrank stieß. Darauf stand eine große hässliche Blumenvase, die durch den Stoß herunterfiel und auf Raffis Kopf zerschellte. "Noch eine Narbe mehr macht dich auch nicht attraktiver," lachte Ruthie gehässig und lief dann ins Schlafzimmer, um ihren Krempel zu packen. Mit einer giftgrünen Reisetasche, die nicht großer war als ein Schuhkarton, rannte sie zur Haustür – doch dort wurde sie von zwei Beamten in Uniform abgefangen. "Halt! Sind Sie Miss Mackenzie?" "Wer will das wissen?" fragte Ruthie garstig und trat einem der beiden zwischen die Beine, so dass er vor Schmerzen zu Boden ging. Dem anderen warf sie ihre Reisetasche an den Kopf, in der sich zwei Tüten Tiefkühlkroketten befanden. "Das Baby hole ich später, die können mich alle mal!" rief Ruthie und setzte sich dann ans Steuer ihres Dreirads. Schon wenige Augenblicke später war sie hinter der nächsten Hecke verschwunden.
"Ich sag’s euch direkt, ich bin wütend bis über beide Ohren! Diese dreckigen Schlampen!" Ruthie Mackenzie stürmte durch die Hintertür in das kleine Haus ihrer Mutter Trudy und trat in ihrer Wut erst einmal die Kühlschranktür ein. "Hallo Ruthie, setzt dich, es gibt gleich Mittag. Deine Cousine Mäckie ist auch schon da. Guckst du bitte, ob ihr Lätzchen richtig sitzt?" bat Trudy Mackenzie, die gerade einen schwarzen Klumpen in einer Pfanne wendete. "Mäckie ist hier? Was für ein netter Zufall," grinste Ruthie diabolisch und lief auf Zehenspitzen ins Wohnzimmer, wo Mäckie mit dem Rücken zu ihr am Esstisch saß. "Kuckuck!" machte Ruthie, zog an der Lehne des Stuhls und ließ Mäckie somit nach hinten über zu Boden stürzen. "Aua, du hast sie wohl nicht mehr alle!" knatschte Mäckie, während Ruthie sich über sie beugte und einen Streifen Klebeband aus ihrer Hosentasche zog. "Halte dein dreckiges Maul! Jetzt rede nur ich!" Mit diesen Worten klebte Ruthie ihrer Cousine den Mund zu und lief dann zum Laufstall der kleinen Rory, Mäckies Tochter. Gerade als sie das Baby herausnehmen wollte, kam Trudy ins Zimmer und schaute ihre Tochter entsetzt an. "Was um alles in der Welt tust du da?!" Sie legte ihren Kopf in den Nacken und riss die Augen weit auf. "Ich stehle das Baby, was sonst? Die Hure Florke hat das Jugendamt gegen mich aufgehetzt und die haben mir mein Baby geklaut! Jetzt muss ich ein anderes holen, um den Ekelprinz Raffi nicht zu enttäuschen!" "Das ist meine Tochter! Schlau und raffiniert wie ein Flittchen! Ich bin stolz auf dich! Und mach dir keine Sorgen um Mäckie, ich dürfte irgendwo noch Vergissmeinicht-Pillen haben, die die Erinnerung auslöschen. Die hab ich damals geschluckt, nachdem ich mit deinem Vater gef.... du weißt schon, Liebes." Trudy gab Ruthie einen fiesen Schmatzer auf die Stirn und danach rannte Ruthie mit dem Baby nach draußen.
Wie Speedy Gonzales, die schnellste Maus von Mexiko, rannte Ruthie Mackenzie die Gänge im Gericht von Melody Ville entlang in Richtung Ausgang. Sie war spät dran, denn in wenigen Minuten sollte sie auf dem Marktplatz vereidigt werden. "Stop!" schrie plötzlich eine weibliche Stimme. Ruthie legte eine Vollbremsung hin, so dass der Boden zu qualmen begann. "Wer ist da?" fragte Ruthie hysterisch in die langen Gang hinein und ballte ihre Hände zu Fäusten. "Ich bin es, du faules Stück." Ihre Cousine Mäckie trat aus einer Nische hevor und stellte sich Ruthie in den Weg. "Ich habe es eilig. Also mach Platz, bevor ich mir selbst Platz mache." Ruthie holte aus und verpasste Mäckie einen ordentlichen Kinnhaken. "Den Teufel werd ich tun. Du hast schon genug Unheil angestellt. Jemand muss die anderen vor dir schützen. Und..." "...und dieser jemand willst du sein? Selten so gelacht, Mäckie!" unterbrach Ruthie ihre Cousine und boxte ihr in den Magen. Mäckie sackte zu Boden und krümmte sich vor Schmerzen. "Das wirst du bezahlen," brachte sie mühselig hervor. "Das glaube ich nicht." Ruthie hatte den Feuerlöscher aus seiner Halterung gelöst und verpasste Mäckie nun damit einen Schlag auf den Kopf. Bewusstlos lag Mäckie nun am Boden. "Schlaf schön," flüsterte Ruthie ihr ins Ohr. Dann öffnete sie die Tür zur Besenkammer und zerrte ihre Cousine an den Armen hinein. Mit einem garstigen Lächeln knallte sie die Türe zu und lief dann nach draußen, wo schon alle auf sie warteten. "Nun fangen sie schon an!" kreischte Ruthie, sprang auf das Podest, welches in der Mitte des Marktplatzes aufgestellt war, und zupfte dann ihre Robe zurecht. "Schwören Sie feierlich die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika und die Verfassung von Connecticut zu achten, so lange Sie das Richteramt inne haben?" Ruthie langweilte sich und machte daher Kaugummiblasen und verdrehte die Augen dabei. Die Blase wurde immer größer und größer. Bis sie schließlich mit einem lauten Knall zerplatzte. "Gucken Sie nicht so blöd. Machen Sie weiter. Ich hab nicht ewig Zeit. Ich will heute noch Leute verknacken und Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder entziehen. Also hopp hopp hopp!" "Und den Pflichten eines Richters am obersten Gericht des Bundesstaates Connecticut nach all ihren Kräften nachzukommen, so wahr Ihnen Gott helfe?" "Ja ja. Immer doch. War’s das jetzt?" Ruthie machte noch ein paar Grimassen für die Presse und sprang dann mit einem Hops von ihrem Podest runter.














